Tagebuch, das erste Jahr mit Laska und Alanis-02. Juni 2018 - 02. Juni 2019

Monat September


Das größte Highlight im September war unser Romaner Antikdoggen Treffen in Meppen, von welchem ich  im Blog schon ausführlich berichtet habe. Es waren wundervolle Stunden für Mensch und Hund. Zu Hause ging es dann routinemäßig weiter, heißt, Erziehung und Training für jeden einzelnen Hund im Rudel. Was für den einen Hund Arbeit, ist für den anderen schon das Genießen der tragenden Früchte. Besonders unsere Yuna kann davon profitieren, da ihre Ausbildung so gut wie abgeschlossen ist. Dafür müssen Laska und Alanis noch viel lernen und trainieren. Die beiden Hundekinder sind nun zu Junghunden herangewachsen. Alanis ist fast 7 Monate, und Laska wurde bereits 6 Monate alt. Natürlich haben sie nur das Kräftemessen und Raufen im Kopf, so dass beide einzeln trainiert werden. Laska orientiert sich sehr an Yuna, beide sind eher die lebhaften Unternehmer, Alanis und Freya hingegen lieben es langsam und besonnen, sind aber beide gute Wachhunde. Alanis ist oft verträumt und beteiligt sich nur gezwungener Maßen an den wilden Raufspielen von Laska und Yuna. Sie sitzt lieber etwas erhöht und schaut dem Treiben zu. Aber das Größte für beide Mäuse, ist das abendliche Kuscheln. Jetzt wo die Tage langsam kürzer werden und abends schon die Heizung läuft, genießen wir diese Zeit ausgiebig und sehr nahe! Nähe bekommt in diesem Moment eine andere Bedeutung, denn man kann kein Stück Papier mehr zwischen die Hunde stecken, so eng liegen sie beieinander und es ist nicht schwer zu raten, wo dies alles stattfindet!....Genau!...in meinem Bett! Schön gestapelt passen sie wirklich alle gut hinein. Mein Platz wurde dabei auf ca. 50 cm begrenzt! Man achte auf das erste Bild in der Galerie!

 

      

Monat August


Der August wäre nun auch geschafft, er war genau wie der Juli, reich an Sonnenschein. Langsam freut man sich wieder auf die etwas kühleren Tage. Ich denke, den Hunden geht es ähnlich. Da hingen die Zungen oft  bis fast zum Boden und ein Wassernapf reichte schon lange nicht mehr. Der Rasen hinter dem Haus gleicht einer Steppe und es stiebt nur so, wenn die Hunde darauf ihre wilden Spiele abhalten. 

Laska und Alanis kommen nun langsam ins "Rüpelalter". Besonders Laska hat den Kopf voller blödsinniger Ideen. Da werden extra große Löcher gebuddelt aber an Orten, wo Einsturzgefahr besteht (es lagern dort Steine zum Pflastern)! Auch wenn ich das Gebiet versuche unattraktiv zu machen, indem ich alles immer wieder zuschütte, findet sie sofort einen Weg, weiter zu graben. Naja, das erledigte sich dann von allein, da die Steine in ihr Loch purzelten und den Buddelplatz versperrten! Hihi....was hab ich gelacht!

Allerdings musste nun ein neuer Plan ersonnen werden, denn immer nur Alanis und Yuna zu ärgern wurde ihr schnell langweilig!

Wir hatten im August Bauarbeiten am Grundstück, ein neuer Zaun musste gestellt werden, da unser 20 Jahre alter Maschendrahtzaun nur noch aus Flickschusterei bestand! Gleichzeitig wurde das Hühnergehege erneuert und der Außenzwinger für die Welpen gebaut. Weil wir immer nur begrenzte Zeit am Wochenende haben um etwas am Grundstück zu schaffen, musste das letzte Stück Zaun am Hühnergehege warten. Laska fand sehr schnell heraus, dass dieser Teil des Geheges nicht so stabil war, wie der Rest. Da wurde dann so lange gedrückt und geschoben, bis man drunter hindurchkriechen konnte! Ein empörtes Gegacker der Hühner und Geschnatter der Enten, ließen mich hellhörig werden und so eilte ich zum Gehege. Eine zufriedene Laska stand mitten unter dem Geflügel und wackelte freudig mit dem Schwanz! Die Schnauze voller Enten- und Hühnerdreck! Man, was war ich begeistert! 

Alanis dagegen ist eher nicht so raffiniert und schaut sich das Treiben lieber aus der Ferne an! Die arme Maus muss auch fast immer als Laskas Dummy herhalten, wenn sie probieren will, wie weit ihre Kräfte schon reichen. So taff Laska auch immer tut, hat dies ein Ende, wenn es darum geht, dass fremde Menschen am Zaun verbellt werden. Da schießt sie eher wie ein Blitz ins Haus und ist gar nicht mehr so mutig. Im Gegensatz dazu, wacht Alanis sehr gut. Sie lässt gern ihr Stimme spielen, welche schon einen schönen Altton hat. Alanis sucht sehr viel Schutz bei mir, wenn ihr das Treiben der andren Hunde zuviel wird. Sie ist auch eher der Kuschelhund! Bei ihr helfen mehr die leisen Töne in der Erziehung und ganz viel Sicherheit durch den Hundeführer. Sie braucht immer eine Rückversicherung, dass sie bei mir sicher ist! An der Leine äußert sich das auch oft mit Unsicherheit und so ist sie schwerer an der Leine zu führen als Laska. Weiß man aber dieses Verhalten einzuschätzen, kommt man mit Alanis gut zurecht. Sie braucht zwar eine größere Distanz zu anderen Hunden aber durch meine jetzigen Erfahrungen, kann ich besser damit umgehen und bleibe insgesamt ruhiger, was wiederum die Reaktion des Hundes beeinflusst und sie dadurch ebenfalls gleichmütiger reagiert. Viel Übung mit sozialisierten Hunde und viel Umgang mit neuen Situationen, helfen die Unsicherheit zu überwinden. Auch wenn das Arbeiten mit Hunden, wie Alanis, immer anstrengender ist, so ist man stolz auf jeden geschafften Erfolg!

Monat Juli


Es ist wieder ein Monat vergangen, und was für ein Monat! Der Juli zeigte sich von seiner besten Seite und beglückte uns mit Temperaturen weit über die 30 Grad. Wohl dem, der da nicht zur Arbeit musste! Alles stöhnte unter der Hitze und auch unsere Hunde verkrochen sich so gut es ging im Haus. Die Spaziergänge wurden kürzer und weit in den Abend verschoben oder ganz früh am Morgen gegangen. Da unsere Hunde über kein Unterfell verfügen, war es für sie wohl noch etwas leichter zu ertragen. Trotz allen Wetterkapriolen, wuchsen unsere beiden Junghunde, Laska und Alanis, prächtig. Nichts konnte ihren Appetit mindern und ihre Neugier erschüttern. Soweit es das Wetter zu lies, machten wir weiter unser Stadttraining und gingen auf den Hundeplatz zur Welpenstunde. Eine sehr schöne Überraschung, war der Besuch von Fam. Ludwig und Awen, auf unserem Hundeplatz. Es war toll, die ganzen Racker mal wieder zu sehen! So entstand ein Gruppenfoto von Askin, Awen, Nova (Alfa) und Alanis. Es war sehr schön zu sehen, wie sich alle toll entwickelt hatten. Die anderen drei Mädels wohnen leider zu weit weg aber wir bekommen regelmäßig aktuelle Bilder geschickt und helfen gern bei Ratlosigkeit. Die eigens dafür gegründete Whatsapp - Gruppe eignet sich hervorragend zum Informationsaustausch! 

Alanis, unser Teddybär, entwickelt sich zu einer sehr verschmusten, bedächtigen Hündin. Sie bewegt sich immer sicherer in ihrer Umgebung und auch auf fremden Terrain.  Ihre anfängliche resolute Art, kehrt sich jetzt ins Gegenteil um. Wenn sich Alanis freut, dann wackelt nicht nur der Schwanz sondern der ganze Hund! Daher trägt sie auch den Spitznamen "Wackeldackel". In Größe und Gewicht, steht sie Ihren Brüdern kaum nach. Auch der Zahnwechsel ist im vollen Gange, sie macht ihn aber so heimlich, dass wir kaum etwas davon mitbekommen. 

Laska, unsere Prinzessin, ist der Blickpunkt des Rudels. Das scheint sie auch zu wissen und genießt es im Mittelpunkt zu stehen. Natürlich nervt das oft die Großen, wenn Laska sich überschwänglich mitteilen möchte und wie verrückt dabei die Lefzen abschleckert. Ihr absoluter Favorit ist Freya, Laska liebt Freya über alles!...manchmal bleibt Freya nur die Flucht in die obere Etage, um von Laskas Liebesbekundungen verschont zu bleiben. Yuna regelt das, wenn es ihr zu viel wird, mit einem energischen Knurren und Ordnungsschnapper, wenn nichts anderes hilft. Ansonsten ist Laska sehr, sehr gelehrig, sehr sicher, also alles in allem sehr souverän! Auf dem Hundeplatz besteigt sie Hindernisse, wie Kletterwand oder Brücke, ganz allein, so dass man immer einen Blick auf Madam haben muss, damit sie nicht irgendwo herunter fällt! 

Laska ist nun aber auch soweit in der Lage, etwas längere Spaziergänge mit zu laufen, was es uns jetzt ermöglicht mit allen Hunden gleichzeitig zu gehen. Interessant ist dabei, wie sich das ganze Rudel organisiert und nicht aus den Augen lässt. Es ist wie ein Zusammenspiel einer Mannschaft beim Fußball. Alanis und Laska sind die Abwehrspieler, Freya ist der Libero und Yuna der Stürmer und wir die Schiedsrichter! 

Etwas Lustiges passierte diesen Monat aber auch noch, was aber eher Yuna betraf! Yuna war läufig und versprühte in der Nachbarschaft sicher einen verführerischen Duft. Antonia und ich, waren gerade mal wieder beim Stadttraining mit Laska und Alanis, als uns Cora, welche zu Hause war, ein Bild über Whatsapp schickte.... da stand doch in unserem Hundezimmer ein gänzlich unbekannter Hund und zwar ein Chihuahua. Keiner konnte sich erklären, wie er ungesehen ins Haus geraten konnte! Wir kamen dann auch nach Hause und vier große Hunde standen nun um den kleinen Kerl herum und beschnupperten ihn von allen Seiten. Mit einer ungefähren Ahnung, woher der kleine Ausreißer wohl kommen könnte gingen Antonia und Cora mit dem Zwerg zu seinem zu Hause. Dort suchte man ihn schon und war froh, dass er wieder da war. Kaum waren die Mädels wieder zu Hause, stand auch der kleine Hundemann wieder bei uns auf dem Grundstück. Das trieb uns natürlich ein kräftiges Lachen ins Gesicht, zumal der Zwerg völlig furchtlos war! Also wurde er nochmals nach Hause gebracht, wo man ihn nun nicht mehr so ganz "freundlich" empfing!                       

Monat Juni


Am 02.06.18, war es soweit, wir holten unsere Laska in Hennef ab. Zuvor fand noch unsere Jahreshauptversammlung des Vereins statt. Es war schön, mal alle Züchter kennenzulernen!

Die Heimfahrt war sehr ruhig, Laska nahm es leicht, musste sich aber mehrere Male übergeben. Für die erste große Reise ist das ganz normal!. Wir machten öfter Pause und so überstand Laska das ganze unbeschadet.

Zu Hause warteten die Menschen und die Hunde ganz ungeduldig auf unsere Ankunft. Wie erwartet, wurde Laska mit offenen Armen empfangen und von neugierigen Schnüffelnasen begrüßt. Freya lies der Zuwachs sichtlich unberührt, in ihrer zurückhaltenden divenhaften Art, beobachtete sie das Treiben gelassen von oben herab. Bloß keine Hektik! Sie beschnüffelte Laska ganz in Ruhe und schien der Meinung zu sein : "Das passt schon"! Ganz anders Yuna, sie fegte um Laska herum, hüpfte wie eine Ziege und forderte sie sfort zum spielen auf. Das Kennenlernen verlief also sehr gut, es gab keinen Streit und keine Abneigung, so dass nach wenigen Minuten zusammen gespielt wurde. Darüber waren wir sehr froh, was sich denken lässt! Laska wurde sogleich auch den Nachbarn vorgestellt und machte Bekanntschaft mit den Hühnern! Sie fand es spannend, hatte keine Angst sondern beäugte alles neugierig! Alanis hatte es da etwas einfacher, sie wurde ja in ihr Rudel hineingeboren und musste keine lange Reise antreten. Ada (Solana) und Alexa (Mia) waren zu dem Zeitpunkt noch bei uns, Ada verlies uns aber am nächsten Tag. Eine Woche später ging auch Alexa. Nun waren die beiden mit sich allein und das richtig, intensive Kennenlernen konnte beginnen. Tante Yuna sorgte für die ersten Erziehungsmaßnahmen, so dass gleich am Anfang alle wußten wo es lang geht. 

Am Wochende ging es dann auch schon zur Welpenschule. Dort trafen wir auf Nova und viele andere Hunde.

Die Spielstunde dient dem Kennenlernen und auch dem Test, wie die Hunde auf andere Hunde reagieren.

Alanis bellte zum Anfang etwas unsicher aber Laska lies alles unbeeindruckt. Später liefen sie dann kreuz und quer über den Hundeplatz, alle Aufregung hatte sich gelegt! Für Laska war dies der erste Besuch und noch viele Weitere werden sich anschließen!